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xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Hersfelder Eisenbahn-Gesellschaft

Die Hersfelder Eisenbahn-Gesellschaft, früher als Kreisbahn Hersfeld-Heimboldshausen bekannt, wurde ein Opfer der deutschen Wiedervereinigung. Die Bahn lebte vom Kaliverkehr aus dem osthessischen Grenzgebiet bei Philipstal und Heimboldshausen, der nur zum Teil von der Deutschen Bundesbahn über die mehrfach die deutsch-deutsche Grenze überschreitende Strecke via Gerstungen nach Bebra abgefahren wurde. Mit Öffnung der Grenzen fielen die umständlichen Prozeduren für die Staatsbahn weg und die HEG war der Grundlage ihres Betriebes beraubt. Mittlerweile ist ein Teil der Strecke von Bad Hersfeld bis Schenklengsfeld abgebaut, der Restabschnitt bis Heimboldshausen ist ohne Verkehr.
Wer kennt sie nicht: Von Henschel 1962 auf eigene Rechnung gebaut, bis 1976 leihweise als V 320 001 bzw. 232 002 bei der Bundesbahn im Einsatz und anschließend als V 30 bei der HEG zu finden - die stärkste deutsche Diesellok ihrer Zeit. Am 25.11.1988 kam sie kaum noch zum Einsatz und wurde bald darauf an die Teutoburger-Wald-Eisenbahn verkauft.
Auch ihre Zeit war am 9. Februar 1988 fast abgelaufen: Die V 31, 1960 als V 160 004 für die Deutsche Bundesbahn gebaut und später als 216 004 im Einsatz, wurde durch die neuen MaK-Dieselloks ersetzt. Während sie hier noch an der Ladestraße im Betriebsmittelpunkt Schenklengsfeld steht, wurde sie im folgenden Jahr bei der Teutoburger-Wald-Eisenbahn eingesetzt.
Die V 32 musste am 8. April 1991 bei der Kassel-Naumburger Eisenbahn aushelfen. In der Nähe der Leuschnerstraße in Kassel hat sie die KN 202 im Schlepp und es werden die Ursachen des Umstürzens der Lok an dieser Stelle wenige Tage vorher untersucht.
Neuestes Pferd im Stall war am 25.11.1988 die V 831 von MaK, die gemeinsam mit der Schwesterlok V 832 den schweren Kaliverkehr übernehmen sollte. Ein Jahr später war allerdings die Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik offen und der Kaliverkehr  aus Heimboldshausen wurde von der DB komplett über das thüringische Gerstungen abgewickelt. Die HEG stellte wenig später ihren Schienenbetrieb ein.
Nach einigen Rangiermanövern in Bad Hersfeld wurde V 831 am 25.11.1988 dem Schienenbus vorgespannt, und wenig später machte sich der Zug auf den Weg zum Betriebswerk in Heimboldshausen.
Zug 9 rollt am 25.11.1988 vor Rahnsbach durch Osthessen. Fahrgäste waren im zweiteiligen Gelenk-Schienenbus VT 54/VS 55 nicht auszumachen und das Fehlen des Mittelwagens hat sich auf die Fahrgastkapazität nicht negativ ausgewirkt.
Zwischen Rahnsbach und Wehrshausen müht sich am 25.11.1988 die V 831 mit einem Zug nach Bad Hersfeld durch die winterlich nasse Landschaft. Es ist früher Nachmittag, doch schon zieht über die Wiesen der Nebel heran.
Die HEG hielt lange am Personenverkehr fest, wenn es sich auch nur um einzelne Züge handelte, die kaum ein Fahrgast benutzte. VT 54/VS 55 rollt am 25.11.1988 als Zug 12 bei Malkomes an den frierenden Fotografen vorbei. Nach einem kurzen Intermezzo bei der Frankfurt-Königsteiner-Eisenbahn landete der dreiteilige Gelenk-Schienenbus nach Einstellung des Betriebes bei der HEG in der Eifel, wo er in Hermeskeil auf eine ungewisse Zukunft wartete.
Bis heute wirkt die Front der V 30 modern und zeitlos. Am trüben 25.11.1988 war die gut 23 m lange Lok in Schenklengsfeld an der Ladestraße abgestellt. Ein Jahr später fand sie bei der Teutoburger-Wald-Eisenbahn eine neue Heimat und wurde vor schweren Stahlzügen eingesetzt. Verkauft nach Italien fand sie sich später wieder in Deutschland ein und wird seitdem von der Gleisbaufirma Wiebe vor schweren Gleisumbauzügen eingesetzt.
TOP | Kontakt |  letzte Änderung: 22.02.2009