Uebergabe Deggendorf - Hengersberg
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Übergabeverkehr zwischen Deggendorf und Hengersberg

Die mit 54 km ehemals längste Nebenbahn der Bundesbahndirektion Nürnberg von Deggendorf über Hengersberg und Eging nach Kalteneck wurde in mehreren Etappen bereits ab 1972 vom Personen- und später auch Güterverkehr befreit, bis nur noch der Abschnitt bis Hengersberg für den Güterverkehr eines holzverarbeitenden Betriebs übrig blieb. Während der kurze innerstädtische Abschnitt in Deggendorf zur Bedienung des Hafens und der Hafenbetriebe Wallner weiter in Eigenregie von DB Schenker bedient wird, musste die Firma Schwaiger die weitere Strecke bis Hengersberg (km 11,6) als Anschlussbahn übernehmen, um nicht vom Schienennetz abgeschnitten zu werden. Gefahren wird allerdings weiterhin mit der DB, die auch 2005 für die Beförderung der Übergabe zuständig war.

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Mit dem Erscheinen der Übergabe aus Deggendorf im Bahnhof Hengersberg am Mittag des 24. Mai 2005 beginnt das Rangiergeschäft. 294 268 bringt sechs mit Stammholz beladene sowie einen leeren Wagen in den kleinen Bahnhof. Aus der Lokführer-Perspektive fällt der Blick auf das als Restaurant genutzte Empfangsgebäude, dessen Terrasse auf dem ehemaligen Hausbahnsteig hautnahen Kontakt zum Eisenbahnbetrieb ermöglichen würde, wenn die Fahrzeiten der Übergabe mit den Öffnungszeiten des Restaurants übereinstimmen würden. Der Gleisanschluss des Sägewerks Schwaiger sorgte dafür, dass die Strecke nicht komplett stillgelegt wurde. Einige Zeit später übernahm das Unternehmen die Strecke sogar als Anschlussbahn, da DB Netz die Einnahmen aus dem Holzverkehr zu gering für eine weitere Vorhaltung waren.

Rangieren am Abzweig: Während die beladenen Waggons auf dem letzten Stück des ehemaligen Streckengleises in Richtung Kalteneck stehen, biegt 294 268 nochmals in Richtung des Anschlussgleises ab. Schließlich ist die Übergabe bereit zur Rückfahrt nach Deggendorf: Der Lokführer informiert per Streckenfernsprecher den zuständigen Fahrdienstleiter in Deggendorf, damit dieser den Abfahrauftrag geben kann. Auch auf Nebenstrecken müssen schließlich die Dienstvorschriften befolgt werden!

 

Am Deggendorfer Hafen führt die Strecke direkt entlang der Hochwasser-Schutzmauer der Donau. Die Übergabe hat nur noch wenige Hundert Meter bis zum Bahnhof Deggendorf zurück zu legen. An dieser Stelle kann die Strecke auch durch ein Fluttor unterbrochen werden, falls die Donau Hochwasser führt. Ein interessanter Besuch an der Strecke ist vorbei.

TOP Kontakt  |  letzte Änderung: 19.10.2009