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  Das Torfwerk Holthaus & Fortmann in Wardenburg-Südmoslesfehn
 



Holthaus & Fortmann, gegründet 1927, produziert in seinem Werk in Lohne-Kroge hochwertige Substrate und anspruchsvolle Blumenerde, die unter anderem in Südmoslesfehn gewonnen werden.
1959 entstand zwischen Oldenburg und Edewechterdamm am Küstenkanal das Torfwerk Südmoslesfehn, das von der Firma Holthaus & Fortmann betrieben wird. Trotz der Nähe zum Kanal findet hier keine Schiffsverladung statt, vielmehr wird der Torf in Säcke verpackt und mit Lkw abgefahren. Die Feldbahn ist in einer Spurweite von 600 mm ausgeführt und wird aufgrund der teilweise sehr abenteuerlichen Gleislage nur mit geringer Geschwindigkeit befahren. Vier Lokomotiven und eine Riehe ziemlich abgewirtschafteter Gitterkastenloren gehören zum Fuhrpark.

 Hinweis  
Sämtliche Aufnahmen entstanden nach vorheriger Anfrage und Genehmigung am 09./10.05.2012.

Die Bilder 2 bis 24 können durch Anklicken vergrößert werden.
1 Ein Torfzug mit der Schöma CDL-10 an der Spitze erreicht das Torfwerk.
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Vier Lokomotiven bildeten zum Besuchszeitraum den gesamten Lokbestand, und alle vier wurden benötigt, um die schweren Torfzüge auf den teilweise abenteuerlich verlegten Gleisen in Fahrt zu halten.
2   3   An einem Zugende befanden sich die beiden Schöma Maschinen. Die einzige Lok mit geschlossenem Führerhaus ist die CDL-10 mit der Fabriknummer 1670 aus dem Jahr 1955. Der modernere Aufbau wurde bei einem Generalumbau bei Schöma in den 1980er Jahren aufgesetzt.
Gepflegt erscheint die Schöma KDL 10 mit der Fabriknummer 2977/1966. Diese Bauart zählt 2012 schon zu den Seltenheiten im deutschen Feldbahnwesen.
5  Deutlich vom jahrzehntelangen Einsatz im Torf geprägt sind dagegen die beiden Diema DL 6 des Betriebes. In der Seitenansicht zeigen sich links 1849/1955 und rechts 2055/1957.
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6  In der Entladehalle mit der hydraulischen Kippanlage werden über Nacht auch die Lokomotiven sicher abgestellt.
7  1959 erbaut, wirkt das Torfwerk heute schon wieder romantisch. Hier sind ein beladener Zug und ein Schlepper-Gespann am Werk angekommen.
8  Nach etwa dreihundert Metern erreicht das Hauptgleis vom Werk kommend eine Torfmiete, die mit Schleppergespannen angefahren wird. Gelegentlich wird nur von hier aus Torf zur Entladung gefahren.
9  Die Miete ist relativ leer, als die beiden Schöma-Lokomotiven sie ohne Halt und ohne Fahrer auf dem Weg ins Moor passieren. Der Fahrer wird gleich mit dem Bagger folgen!
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10  An der Miete befindet sich der erste Abzweig. Zum Besuchszeitraum wurde das Gleis zum kurzzeitigen Abstellen von beladenen Loren genutzt, während die leeren Loren auf dem Hauptgleis noch zu einer weiter entfernten Ladestelle gebracht werden müssen.
11  Das Stumpfgleis verliert sich zwischen Wiesen und Torffeldern.
12  Mit dem Teleobjektiv aufgenommen macht das Hauptgleis keinen vertrauen erweckenden Eindruck. Aber es reicht für die kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit fahrenden Züge aus.
13  Der Leerzug mit den beiden Diema-Loks ist schon ein ganzes Stück voraus, als schließlich auch die beiden Schöma-Maschinen als Nachhut durch das Moor tuckern. Das funktioniert ohne Lokfahrer!
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14  Im Moor befindet sich diese Verzweigung. Erfreulicherweise wurde am Besuchstag der links abzweigende und wohl längste Strang befahren.
15  16  Da sind sie wieder: Gemächlich tuckern die beiden Loks ohne jede moderne Fernsteuerung in Richtung Abbaugebiet und verleiten dazu, ein Stück mitzufahren. Bei der Gelegenheit kann auch etwas mehr Gas gegeben werden, um den Anschluss zum bereits nicht mehr sichtbaren Leerzug nicht ganz zu verlieren.
17  Über einen der typischen Entwässerungsgräben rollen die Loks auf den letzten 90-Grad-Bogen zu.
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18  Entlang der befahrenen Strecke warten zum Trocknen gestapelte gestochene Torfsoden auf ihren Abtransport.
19  20  Weiter geht es nicht: Am Gleisende stehen die beiden Diema-Loks mit dem Leerzug.
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21  22  23   Hier befindet sich eine Torfhalde mit Frästorf, der Schaufel für Schaufel in die Feldbahn verladen wird. Neben dem Zug hat auch der Komatsu-Bagger die ganze Strecke vom Torfwerk bis hierher zurück gelegt.
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24  Für den beladenen Zug braucht man alle vier Lokomotiven. Und wieder fährt der Bagger parallel zurück zum Torfwerk. Alle fünf Maschinen werden von einem Mann bedient - ohne Fernsteuerung!

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