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xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Die Feldbahn des Torfwerks Robert Füglein in Bad Feilnbach

2012 war es das letzte bayrische Torfwerk. Und auch das letzte, dass noch eine Feldbahn einsetzt: Das Torfwerk Feilnbach im Voralpenland bei Bad Feilnbach baut Badetorf und Bademoor nur zu medizinischen Zwecken für die Kurkliniken in Bad Feilnbach und Bad Aibling ab. Daher existiert auch kein Torfwerk mehr, in dem das gewonnene Material verarbeitet oder verpackt wird. Nur eine unscheinbare Kippstelle ist noch vorhanden. Die Bahn selbst nutzt die für Feldbahnen ungewöhnliche Spurweite von 1000 mm und verkehrt in einer sehr idyllischen und nicht einmal zu Fuß erreichbaren Landschaft mitten im Wald. Nur am Vormittag - und das auch nicht regelmäßig - pendelt eine der drei vorhandenen Loks zur verbliebenen von einst zwei Abbaustellen, die 2012 ca. 2,5 km vom Werk entfernt lag und mittels einer Spitzkehre erreicht wird. Dort erfolgt der Moorabbau mit Fuchs-Seilbaggern, einer weiteren Besonderheit des Betriebes. Transportiert wird die Ladung in Diema-Sthalkastenkippern, die entgegen anderen Berichten keine Hydraulik-Einrichtung besitzen.
Alle Bilder wurden am 24.07.2012 aufgenommen.

Die Bilder 2 bis 33 können durch Anklicken vergrößert werden.
 
1 Absolut idyllisch und abgeschieden liegt die Abbaustelle im Wald. Hier belädt der Fuchs-Bagger nahe dem Gleisende die drei Stahlkastenloren, die von der Schöma 4230/1977 hierher geschoben wurden.
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2 In der Morgensonne wartet der erste Zug des Tages auf seine Entladung. Heute wird zweimal mit je drei Loren gefahren, das frisch abgebaute Moor wird im nassen Zustand auf einen Lkw verladen und zu den Kurkliniken in Bad Feilnbach gefahren. 3 Kippstelle: Man erkennt schnell, dass die Moorerde hier sehr nass ist. 4 Einsatzlok ist mittlerweile hauptsächlich die 1977 gebaute Schöma mit der Fabriknummer 4230.
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5 Arbeitsvorrat: In der Schleife am ehemaligen Torfwerk warten sechs beladene Loren auf ihre Entladung. 6 Unter Feldbahnfans bekannt ist der historische Lokschuppen, in dem heute die drei vorhandenen Dieselloks Platz finden. 7 Früher war auch auf der Südseite ein Tor, heute ist diese Seite verschlossen. Links führt ein Gleis der weitläufigen Wendeschleife vorbei.
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8 9 Reserve hat Ruh': Die beiden Diema-Loks der Torfbahn kommen augenscheinlich nur noch selten zum Einsatz. Flugrost, Staub und Spinnenweben zeugen von einer längeren Abstellzeit. Man beachte den Seitenpuffer, den die Diema aus alten Zeiten noch hat!
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10 11 12 Eine weitere Spezialität des Feilnbacher Torfwerks ist der auf ein Schienenfahrgestell montierte Fuchs 301 Bagger. Zusammen mit dem Flachwagen, auf dem der Baggergreifer ruht, weist der Wagen noch gefederte Seitenpuffer auf.
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13 14 15 Recht unscheinbar ist die Kippstelle in der Wendeschleife am ehemaligen Torfwerk. Jeder Wagen wird hier einzeln über einen Hydraulikstempel gekippt, die Moorerde fällt direkt in einen darunter stehenden Lkw.
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16 17 Direkt an der Zufahrt zum ehemaligen Torfwerk wird der Jenbach überquert. Dahinter verzweigt das Gleis zur weitläufigen Wendeschleife. Früher befand sich hier sogar eine Dreiweg-Schleppweiche. 18 Wo geht's lang? Das Meterspurgleis verliert sich im üppig wuchernden Grün.
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19 Das Torfwerk Feilnbach arbeitet grundsätzlich mit Fuchs-Baggern, von denen ein gepflegtes Exemplar an der Abbaustelle eingesetzt wird. 20 21 Idylle im Grünen: Bagger, Lok und drei Loren reichen für die Arbeit am Rand der Alpen, die sich im Dunst noch verstecken, aus.
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22 Mit Mistgabel und amerikanischem Autokennzeichen bestückt wartet die Schöma auf die Rückfahrt. 23 24 Wenige Meter hinter der aktuellen Abbaustelle endet das Gleis nach einem Bogen im Morast. Ein weiterer, längst nicht so heraus geputzter, Fuchs-Bagger steht hier für Verladearbeiten.
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25 Nur per Bahn erreichbar: Kein Fußweg führt durch das Moor zur Abbaustelle. 26 27 Feldbahnstimmung vermittelt die Trassierung des Meterspurgleises an der Abbaustelle, auch wenn die Meterspur ungewöhnlich wirkt.
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28 29 30 Am späten Vormittag hat sich der Morgendunst verzogen und die Sonne steht höher am Himmel. Gelegenheit, die zweite und letzte Fahrt des Tages ebenfalls zu begleiten und weitere Aufnahmen zu machen.
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31 32 33 Noch wartet der Zug auf seinen Lokfahrer, wenig später ist das Abbaugebiet verlassen und die "Hauptstrecke" erreicht. Im üppigen Grün wird extra ein Fotohalt eingelegt, bevor es in beachtlichem Tempo zurück ins ehemalige Torfwerk geht.
Die Daten der hier gezeigten und am Besuchstag vorhandenen Feldbahnloks
Diema 1669 / 1954 - Typ DL8
Diema 2058 / 1957 - Typ DL8, fabrikneu nach Bad Feilnbach geliefert.
Schöma 4230 / 1977 - Typ CHL20G
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