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Die Feldbahn des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
in 27476 Cuxhaven-Arensch
 

Schon 1912 wurde im Bereich des Arenscher Außendeichs eine erste Feldbahnstrecke entlang der Sommerdeiche gebaut. 1935 wurde dann von der Firma Ludwig Voss aus Cuxhaven eine längere Strecke von Duhnen aus ins Arenscher Deichvorland gelegt, um Baumaterial für Deichbauarbeiten zu transportieren. 
Vermutlich wurde diese Strecke nach Abschluss der Bauarbeiten beibehalten, da die Trasse mit derjenigen der späteren Küstenschutzbahn beinahe identisch ist. In den 1930er Jahren waren etwa 10 km Schmalspurgleise verlegt, um an drei Stellen Landgewinnung zu betreiben: Duhner Anwachs, Arenscher Anwachs und Spiekaer Anwachs.
Die Strecke von Duhnen über Sahlenburg, wo sich eine Außenstelle des Bauhofs befand, bis zum Bauhof Arensch war vier Kilometer lang. Sie wurde schon in den 1990er Jahren nur noch sporadisch genutzt und schließlich bis 2002 abgetragen.
Noch befahren wurde dagegen das rund sechs Kilometer lange Gleis vom Bauhof Arensch bis nach Spieka. Dieses Gleis zeigen die Bilder 2 und 3 auf dieser Seite. Bei dem Besuch 2013 war dieses Gleis ebenfalls abgebaut und der Feldbahnbetrieb beschränkt sich auf temporär eingerichtete Baustellen mit "fliegenden" Gleisen. Eine solche Baustelle befand sich 2013/2014 nahe des Bauhofs am Arenscher Anwachs.
Betrieben wir die Feldbahn seit 1998 von der Betriebsstelle Stade des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

Die Bilder 2 bis 20 können durch Anklicken vergrößert werden.
 Herbstlich bunt zeigt sich der Wernerwald bei Arensch am 22.10.2013. Der Feldbahnzug mit Diema 2576/1962 wartet auf den nächsten Arbeitstag.
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Feldbahngleise am Bauhof Arensch am 23.10.2003
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2   Im Jahr 2003 gibt es vom Bauhof Arensch aus noch das zunächst direkt auf die Küste zulaufende Gleis nach Spieka, das auf den ersten Metern von einem Fahrweg begleitet wird.
3   Vor dem Erreichen des Watts biegt das Hauptgleis parallel zur Uferlinie ab, während ein langes Stumpfgleis weiter geradeaus in die Salzwiesen führt. Ab hier darf nur noch die Feldbahn weiter ins Watt vorstoßen; Menschen und andere Fahrzeuge haben keinen Zugang.
4   Entlang einer Buhne führt das Gleis durch die Salziwesen hinaus ins Watt. Hinten rechts ist schemenhaft die Insel Neuwerk zu erkennen.
5   Der Blick über den Zaun in den Betriebshof Arensch zeigt zwei beladene Wagen: Der große Vierachser ist mit Pfählen zum Lahnungsbau beladen, der kleinere Wagen transportiert das Geäst, die sogenannten Faschinen, die zwischen den Holzpflockreihen eingeschnürt werden.
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Küstenschutzbaustelle bei Arensch am 22. Oktober 2013
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6   Im Hebst 2013 nutzt man die Feldbahn mit einer temporär aufgebauten Strecke in Form eines U, um hinter dem Schilfgürtel nahe dem Bauhof Arensch Uferbefestigungsarbeiten auszuführen. Am Abend des 23.10.2014 ist der Zug parallel zum Dünenwanderweg abgestellt. Pfähle zum Lahnungsbau und Faschinen sind die Ladung.
7   Weitere Gleisjoche warteten auf ihre Verwendung. Nur etwa 100 Meter weiter links lag noch 2003 das fest verlegte Gleis nach Spieka (s.o.).
8   Das Gleis durch die Wiese und den Schilfgürtel zum Watt muss schon einige Zeit liegen, denn die Schwellen sind vom Gras vollständig bedeckt und nur die Schienenköpfe ragen heraus.
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9   Eingesetzt wird die 1962 gebaute Diema 2576, eine Lokomotive vom Typ DS 20. Bemerkenswert ist der kleine Gerätewagen.
Neben dieser Lok hält der Betrieb noch die Diema 2599/1963 sowie die Schöma-Maschinen 1755/1956 für temporäre Baustellen vor.
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Die Gleisanlagen der Küstenschutzbaustelle Arensch am 24. März 2014
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10   Im März 2014 liegen die Gleise bei Arensch noch, sind aber geraume Zeit nicht mehr befahren worden. Auf den Aufnahmen ist die klassische "fliegende" Verlegung der Gleise direkt auf dem Boden gut zu erkennen.
11   Zum Abstellen von Wagen sind auch Stumpfgleise mit Weichen an das Hauptgleis angeschlossen.
12   Senken oder morastige Stellen werden mit Buschwerk unterfüttert, da die Verwendung von Schotter oder Sand in diesen Bereichen, die im Nationalpark Wattenmeer liegen, verboten ist.
13   Das Gleis führt unmittelbar an die Uferlinie. Rechts ist eine der künstlichen Lahnungen zu erkennen, mit deren Hilfe versucht wird, weiteren Sandabtrag bei Hochwasser und Sturmfluten zu verhindern.
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14   Detailansicht einer Weiche. Das Salzwasser greift den Stahl intensiv an.
15   Eine weitere Ansicht des Hauptgleises, das an dieser Stelle mit Buschwerk unterfüttert wurde.
16   Vom Hauptgleis zweigt hier ein Nebengleis ab und führt parallel zum Schilfgürtel.
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17   Entlang des Dünenwanderweges und in direkter Nähe zum Bauhof Arensch ist die Verladestelle. Bis hierher konnten Lkw Baumaterial bringen und hier wurden die Feldbahnfahrzeuge per Kran wieder abgeholt, da keine Gleisverbindung zum Bauhof mehr besteht.
18   Eines der beiden Hauptgleise vom Wasser aus gesehen. Im Hintergrund der Wernerwald.
19   Abgebaute Gleisjoche warten auf den Abtransport.
20   Mehrere Gleise liegen noch im Schilfgürtel, der im März 2014 trocken ist.Frisches Grün sprießt allerdings schon auf den Salziwesen.

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