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Das Feldbahn-Museum 500 in Nürnberg

 

Die zumindest deutschlandweit größte Sammlung von Feldbahnfahrzeugen in 500 mm Spurweite findet man in der Nürnberger Sammlung, die auf eine Inititative des Liebhabers Karl-Heinz Rohrwild zurück geht und heute von einem Verein getragen wird. Auf einem idyllischen und bewaldetem Hanggrundstück am Stadtrand Nürnbergs befindet sich das Museumsgelände, auf dem eine 500 Meter lange Rundstrecke sowie insgesamt über 1.000 Meter Gleise verlegt sind. Für die geschützte Fahrzeugabstellung wurden drei Fachwerk-Lokschuppen und ein Ringlokschuppen errichtet. Sechs verschieden große Drehscheiben sind ebenso vorhanden wie gut 60 Lokomotiven - darunter zwei betriebsfähige Dampfloks - und etwa 400 Wagen.
Mehrmals im Jahr werden Tage der offenen Tür mit Fahrbetrieb und Bewirtung durchgeführt. Der 30.06.2012 und der 22.06.2013 waren solche Termine, bei denen diese Aufnahmen entstanden sind. Sie zeigen natürlich nur einen kleinen Ausschnitt aus dem riesigen Fahrzeugbestand!
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Vereins
www.feldbahn500.de.

 

Alle Bilder können zur Vergrößerung angeklickt werden.

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Höhepunkt an den Fahrtagen ist natürlich der Einsatz der Dampflokomotiven. Am 30.06.2012 waren beide Maschinen abwechselnd auf dem Rundkurs zu sehen.
1  2  Die größere der beiden Maschinen ist die Orenstein & Koppel 12493 von 1934. Die Naßdampflok mit der Achsfolge C wiegt 6,5 t und leistet 30 PS. Ausgeliefert wurde sie an die Rohrzuckerplanttage Companhia do Assucar de Angola Port in Portugiesisch Westafrika. 2003 wurden sie gemeinsam mit zwei baugleichen Schwesterloks  vom Sandstone Heritage Trust in Südafrika übernommen. Die dort nötige Umspurung auf 610 mm wurde bei dieser Lok jedoch nicht durchgeführt. Stattdessen konnte sie nach langen Verhandlungen im Mai 2010 vom Feldbahn-Museum 500 gekauft und ein Jahr später nach Deutschland verschifft werden.
3  Eine klassische Baufeldbahn-Lok ist dagegen die Krauss-Lok 5745 von 1908. Die Lok wiegt 4,9 t und leistet 20 PS. Sie wurde im April 2007 vom Fahrzeugmuseum Marxzell übernommen und sehr aufwändig restauriert. Vor den kleinen Sitzwagen der Nürnberger Tierparkbahn macht sich die auf den Namen München getaufte Lok nützlich.
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4  5  Die O&K-Lok hat den Anstieg auf die oberste Ebene des Museumsareals fast geschafft. Auf der anschließenden Geraden kann sie ein wenig Tempo machen.
6  Demgegenüber rollt die Krauss ohne Kraftanstrengung vom Bahnhof zur Einstiegstelle für die Besucher auf der mittleren Ebene hinab. Die Steigung zwischen der unterten und der mittleren Ebene ist übrigens so groß, dass auf dem verlegten Gleis nur Fahrzeuge mittels einer Seilspillanlage bewegt werden können.
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7  Zum umfangreichen Lokbestand gehören auch diese drei Orenstein & Koppel-Loks. Hier die 2913 von 1928, eine Lok vom Typ M mit 4,5 PS Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 8 km/h.
8  Aus dem Tonwerk Enzinger in Alteiselfing stammt die 9677 von 1938, eine Lok vom Typ MD1 mit immerhin 9 PS, 2,2 t Gewicht und einer Höchstgeschwindigkeit von 5,2 km/h.
9  Eine weitere Typ M ist die 2768 von 1927, die in einem der Fachwerklokschuppen ausgestellt ist.
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10  Natürlich sind auch mehrere Deutz-Loks vorhanden. Hier die A2L 514F mit der Fabriknummer 56281 von 1956. 4,6 t schwer, bis zu 15,5 km/h schnell und 28 PS stark sind ihre Kenndaten.
11  Deutlich älter ist die OMZ117F mit der Fabriknummer 23334. Sie stammt aus dem Jahr 1938 und war bei der Firma Didier in Mainzlar im Einsatz.
12  Als Einzelstück präsentiert sich auch ein Feldbahnlok der Jenbacher Werke aus Tirol. Das "Jenbacher Pony" wurde 1958 mit der Fabriknummer 342 gebaut. In Österreich waren diese Loks weit verbreitet und sind bei Museumsbahnen auch heute noch in größerer Zahl anzutreffen.
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13  Diema-Loks werden bei norddeutschen Torfwerken noch in größerer Zahl eingesetzt. Trotzdem werden in Nürnberg auch verschiedene Exemplare museal aufbewahrt. Die DS20 Nummer 2481 von 1962 fällt durch ihren seitlich angebrachten Auspuff auf. Sie war früher in der Ziegelei Ernst in Gaimersheim im Einsatz.
14  Ein seltenes Stück ist die Diema Grubenbahn-Lok vom Typ DGL20. Sie wurde 1957 mit der Fabriknummer 2030 gebaut und war nach ihrem Ausscheiden aus dem Regelbetrieb bei der Tongrube Wohlfeil von Didier in Allendorf zunächst im Besucherbergwerk Grube Fortuna in Solms-Oberbiel untergekommen.
15  Unspektakulär ist dagegen die DS12 Nummer 1401 von 1950, die zuletzt in der Ziegelei Ernst in Gaimersheim eingesetzt wurde.
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16  Da 500 mm Spurweite im Bergbau verbreitet war, finden sich in Nürnberg eine ganze Reihe besonderer Tunnel- und Grubenloks. Die blaue Ruhrthaler mit Stangenantireb wurde zwischen 1945 und 1950 gebaut und entspricht dem Typ GDLS2. Sie wiegt 6 t und leistet 30 PS. Eingesetzt wurde die Lok früher bei der Ruhrkohle auf der Zentralwerkstatt Prosper in Bottrop.
17  Selten sind mittlerweile Loks mit Pressluftantrieb. In Nürnberg blieb diese Jung mit der Fabriknummer 12370 und dem Baujahr 1955 erhalten. Die Lok vom Typ Pz 20 stammt von der Ruhrkohle und war zuletzt auf Schacht Pluto 2/3 - 7 im Einsatz. Ihre drei Druckluftflaschen werden mit 180 bar aufgeladen.
18  Dagegen kommen Akkuloks auch heute noch im Bergbau zum Einsatz. Hier die ehemalige Lok 369 der Ruhrkohle AG, gebaut als Typ KGA05 BIII.2 1969 von der Schalker Eisenhütte. Die 5 t schwere Lok leistet 20 PS
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19  Neben der oben schon gezeigten Diema 2481 steht eine tschechiche BND 30 Grubenlok, die ursprünglich auf 430 mm Spur eingesetzt war. Die 6,8 t schwere Lok leistet 30 PS und ist maximal 14 km/h schnell.
20  Ein Sprung zurück zu "normalen" Feldbahnloks: Die Jung EL 105 mit der Fabriknummer 9078 wurde 1940 gebaut und ist seit 1989 im Besitz des Museums. Erst 2007 wurde sie vorbildlich aufgearbeitet.
21  Abschließend noch ein Wagenbild. Der Kipper steht stellvertretend für rund 400 schmalspurige Wagen, die das Museum zusammen getragen hat.
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22  23  Deutz Grubenloks besitzt das Museum mehrere. Farbenfroh gelb und rot lackiert ist die 1951 gebaute 55099, eine MAH 914 G, während die 56660 von 1960 eine Lok vom Typ GK 9 B ist, der man ein blaues Farbkleid spendiert hat. Beide Maschinen wurden am 22.06.2013 aufgenommen.


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