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 Die Feldbahn des Torfwerks Johann Böske GmbH & Co. KG in 49424 Goldenstedt-Arkeburg
Das Torfwerk Johann Böske wurde 1929 gegründet und ist das größte Werk, das im Goldenstedter Moor Torf abbaut. Die Feldbahn verkehrt auf 600 mm Spurweite und erschließt verschiedene Abbauflächen im Moor, wobei auch temporäre, sogenannte "fliegende" Gleise genutzt werden. Das Gleisnetz ist mit dem des Torfwerks Wübbeler verbunden, wo jedoch nur sehr sporadisch Bahnbetrieb stattfindet. Auch die Besucherbahn des Naturschutz- und Informationszentrums hat eine Verbindung. Im Süden des Moores nähern sich die Gleise des Torfwerks Wichmann & Tabeling bis auf wenige Meter denen von Böske. Da entlang der Hauptstrecke ein gut ausgebauter und für Fußgänger und Radfahrer nicht gesperrter Fahrweg verläuft, kann der Betrieb gut beobachtet werden.

Hinweise:
Die gezeigten Aufnahmen entstanden von öffentlich zugänglichen Wegen und nach Rücksprache mit Mitarbeitern des Torfwerks.
Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.
Der Lokbestand des Torfwerks Böske
Die Firma Böske verfügt über rund 20 Lokomotiven, die meisten davon aus dem Hause Schöma. Sie sind in allen Bereichen des Betriebes zu finden, d.h. sie werden als Streckenloks, Moorloks, vor Bauzügen und an der Entladung im Torfwerk eingesetzt. Die Übersicht finden Sie HIER.
Fotos vom 01.06.2015
1.1 1.2 1.3
1.1  1.2  Die Strecke zum Torfwerk führt an aufgegebenen Abbauflächen vorbei, die wieder verlässt wurden.
1.3  Der Fahrer geht voran: Der beladene Zug folgt in Schrittgeschwindigkeit, so bleibt Zeit, eine falsch liegende Weiche umzustellen.
 1.4 1.5 1.6
1.4  An einer der ersten Weichen im Werk ist die letzte Torflore eines beladenen Zuges entgleist. Der Fahrer hat es sofort bemerkt und den Zug gestoppt.
1.5  1.6  Dank großzügiger Gleisanlagen konnte er den Zug mit der Lok 1 umfahren und die entgleiste Lore durch vorsichtiges Anziehen ganz ohne Hilfe eines Wagenhebers wieder ins Gleis bugsieren.
1.7 1.8 1.9
1.7  Hier ist die Schöma wieder auf dem Weg vom Schluss des Zuges zu dessen Spitze, denn er muss noch einige Meter weitergefahren werden.
1.8  Eine weitere Schöma CHL-20G (4834/1985) dient als Rangierlok im Werk.
1.9  Immerhin fünf Gleise weist  die Einfahrgruppe des Torfwerks auf. Sie sind jedoch nur ein kleiner Teil der umfangreichen Anlagen.
1.10 1.11 1.12
1.10  Außerhalb der Gleise ist die Schöma 1527/1954, Typ CDL-28 geparkt.
1.11  Schöma 4348/1979 dient als Rangierlok im Werk. Die Maschine gehört zum eher selten gebauten Typ CHL-16G. Der lange Auspuff soll die Abgase über die Torfloren hinweg befördern.
1.13  1.14  1.15
1.13  1.14  Im Moor wird gerade eines der "fliegenden Gleise" abgebaut. Die Moorraupe besitzt dafür einen passenden Greifer, um die Gleisjoche aufzunehmen und zum wartenden Bauzug zu bringen.
1.15  Während vorne der Abbauzug steht, wartet im Hintergrund ein Leerzug darauf, seine Wagen an eine Moorlok übergeben zu können.
1.16 1.17 1.18
1.16  Hier ist ein "fliegendes Gleis" zu sehen. Es führt vom fest verlegten Gleis auf dem Damm provisorisch in das tiefer liegende Abbaufeld, wo die Züge beladen werden. Nach wenigen Wochen wird das Gleis wieder entfernt, wenn die Torfverladung in diesem Bereich abgeschlossen ist.
1.17  Lorenfahrgestelle mit Drehschemel dienen zum Transport der Gleisjoche zwischen den Einsatzorten oder den Lagerplätzen.
1.18  Zwischendurch nochmal ein Abstecher ins Werk, wo diese große Kipplore mit hydraulischer Kippvorrichtung zu sehen ist. Das selbstgebaute Fahrzeug war der Versuch, den Torftransport zu optimieren, da vor allem die Entladung im Werk zeit- und personalaufwändig ist und Loren hier von Hand bewegt werden müssen. Eingeführt wurden diese Loren jedoch nicht, es blieb bei dem Prototyp.
1.19 1.20 1.21
1.19  1.20  Hier kommt eine Ladung Gleisjoche vom Lagerplatz, die für eine Streckenverlängerung benötigt werden. Die Streckenlok mit der Nummer 2 (Schöma 5568/1998, CHL-20G) wird die Loren gleich einer kleineren Moorlok übergeben, die an diesem frühen Morgen hinter dem Bauzug aus dem Werk ins Moor fährt.
1.21  Die Streckenlok wurde abgekuppelt und fährt in ein Nebengleis.
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1.22  Während die größere Streckenlok nun Pause hat, wird die kleine Schöma 5278/1992 (Typ KHL-15) den Bauzug zum Einsatzort schieben.
1.23  In langsamer Fahrt geht es los. Bei geschobenen Zügen muss besonders vorsichtig gefahren werden, denn entgleiste Loren oder abgerutschte Gleisjoche würden viel Arbeit und Zeit bedeuten.
1.24  Auf einem Nebengleis warten die beiden Loks Schöma 5278/1992 (KHL-15) und Schöma 4297/1979 (CHL-20G) mit einem Leerzug auf neue Aufgaben.
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1.25  So läuft's entspannt: Der Leerzug aus dem Torfwerk kommt in langsamer Fahrt und am Morgen kann man sich an der Sonne noch ohne zu schwitzen erfreuen.
1.26  In den Weiten des Moores steht eine Garnitur Torfloren.
1.27  So sieht es aus, wenn die abgetorften Flächen wieder vernässt werden. Farbtupfer im Moor sind die blühenden Wollgrasbüschel.
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1.28  Die vor längerer Zeit zum Trocknen gestapelten Torfsoden werden vom Bagger in die Loren geladen. Gut erkennbar ist das Gefälle zum tief liegenden Abbaufeld, das den kleinen Loks einiges abverlangt, um beladene Züge wieder auf den Damm zu bringen. Gut zu erkennen ist auch, wie weich der Boden ist, denn der Torfbagger hat einige Mühe, sich trotz breiter Ketten und großer Standfläche fort zu bewegen.
1.31 1.32 1.33
1.31  An einem stillgelegten Abzweig vorbei kommt Lok 1 mit einem Leerzug in Richtung Moor.
1.32  Dieser Abzweig war wohl längere Zeit außer Betrieb. Aber von hier kamen heute die Loren mit den Gleisjochen, die weiter oben schon zu sehen sind.
1.33  Selten geworden sind bei Torfwerken Weichen ohne Herzstück. Bei Böske werden sie noch in größerer Zahl verwendet.
 
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