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Spurensuche: Die Feldbahn im Holzwerk Brand in Mainburg

Mitten in Mainburg, am ehemaligen Bahnhof, liegt das Gelände der Firma Aloys Brand Holzimprägnierwerk Landwirtschaftliches Lagerhaus Hopfengroßhandel GmbH. Zumindest der Betriebsteil Holzimprägnierung lag 2019 still. Hier finden sich jedoch noch 600 mm Feldbahngleise, die das Gelände in U-Form erschließen und mit einer Schiebebühne sowie noch drei Weichen ausgestattet sind. Früher waren die Gleisanlagen umfangreicher, wie vereinzelte Spuren nahe legen.
Zeitweise gab es bei dem Unternehmen auch eine Lokomotive, denn eine Jung EL110 (Nummer 9910/1941) ist hier im Oktober 1982 abgestellt und um 1995 als Denkmal nachgewiesen. Sie war allerdings nicht fabrikneu hierher geliefert worden. Ihr Verbleib ist leider nicht bekannt.
Die Spuren auf der Schiebebühne deuten darauf hin, dass die Loren per Traktor verschoben worden sind.

Im Folgenden werden die Gleisanlagen gezeigt, wie sie sich am 20.02.2019 präsentierten.

HINWEIS Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

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1  2  Das könnte die Imprägnierhalle gewesen sein. Aus den relativ modernen Toren führen drei Gleise ins Freie. Sie sind wie alle noch vorhandenen Gleise, einbetoniert. Das im Bild rechte Gleis könnte vorne sogar eine Waage beinhalten.
3  Die Schiebebühne verbindet die drei Gleise. 2019 ist sie mit Bauzäunen gesichert, außerdem liegen noch einige Telegrafenmasten herum, die früher hier bearbeitet wurden. Die helleren Rostspuren deuten auf eine Befahrung mit Straßenfahrzeugen hin.
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4  5  Die Schiebebühne rollt auf drei Schienen und wird über zwei Zahnräder angetrieben, die in entsprechende Zahnstangengleise angetrieben. Sie hat einen elektrischen Antrieb, und die Konstruktion wirkt massiv.
6  Zwischen dem Hopfenlagerhaus und dem Gelände des Holzimprägnierwerks lagen früher noch die Gleise des Bahnhofs Mainburg.
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7  Zwei Gleise in unterschiedlicher Verlegequalität enden von der Schiebebühne kommend stumpf, das dritte beschreibt einen weiten Bogen.
8  9  Eine der drei noch vorhandenen Weichen verzweigt das Gleis auf zwei parallele Stumpfgleise.
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10  Neben den beiden Gleisen erkennt man aus einem früheren Betriebszustand ein weiteres Gleis, das in den Lokschuppen führte, dessen Holztor hinten erkennbar ist.
Die noch besser erhaltenen und in Beton eingelassenen Gleise wirken so, als wären sie bei einem Umbau des Geländes einfach über die ursprüngliche Anlage gelegt worden.
11  12  Die Stumpfgleise sind durch zwei Weichen verbunden. Möglichwerweise befand sich am Ende der Gleise eine Verladerampe zur tiefer liegenden Straße.
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13  Die Luftansicht zeigt das Gelände mit den Gleisen. Offenbar war damals noch etwas Betrieb, denn es sind Telegrafenmasten in unterschiedlichen Zuständen zu erkennen (Quelle: https://www.google.de/maps).

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