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Substrat- und Erdenwerke gr. Holthaus & Fortmann GmbH & Co. KG in 49393 Lohne-Kroge
Das Familienunternehmen wurde 1927 gegründet und errichtete im selben Jahr das noch heute bestehende Torfwerk in Lohne-Kroge. 1959 errichtete man am Küstenkanal in Wardenburg-Südmoslesfehn ein zweites Werk, dass vor dem Jahr 2021 geschlossen wurde. 1965 erwarb man das noch heute aktive Torfwerk Warmsen und 2008 von Karl Meiners das Torfwerk Lichtenmoor, wo der Feldbahnbetrieb 2021 endete.
Vom Torfwerk in Lohne aus führt die Feldbahnstrecke zunächst steil bergab zum Sommerweg. Anschließend passiert sie landwirtschaftliche Flächen, erreicht nach einem engen Linksbogen eine Ausweichstelle und nach einem ebenso engen Rechtsbogen führt das Gleis geradeaus ins Moor, wo feste und vereinzelt auch fliegende Gleise verlegt sind. Es besteht eine Gleisverbindung zur Feldbahn des Torfwerks Haskamp. Vor wenigen Jahren bestand auch noch die Möglichkeit, über die ebenfalls verbundenen Gleise des Torfwerks von Bokern & Rießelmann bis nach Lohne-Brägel zu fahren.
Für die eingesetzten Gitterkasten-Loren stehen ca. neun Lokomotiven zur Verfügung, die hauptsächlich von Schöma und zum kleineren Teil von Diema stammen.
Eingesetzt werden sie als Strecken- und Moorloks sowie im Werk selber.

Hinweise
Die Aufnahmen im Werk wurden nach vorheriger Genehmigung aufgenommen.
Alle weiteren Bilder entstanden von allgemein zugänglichen Wegen aus.
 
Der Lokomotivbestand
Das, was seit 2011 an Lokomotiven bei gr. Holthaus & Fortmann in Lohne angetroffen werden konnte, wird HIER aufgelistet und mit Bildern gezeigt.
 
Fotos vom 23.06.2011
Der Besuch 2011 galt vor allem dem Torfwerk und dem Steilstreckenstück, daher finden sich keine Bilder aus dem Moor. Dies wurde bei späteren Besuchen jedoch nachgeholt. In diesem Jahr war die Torfmiete noch in Betrieb und wurde sogar von Zügen angefahren. Einige Jahre später wurde die Weiche dorthin ausgebaut und die Miete, die von Straßenfarzeugen nicht erreicht werden kann, stillgelegt. Mittlerweile ist die Fläche zugewachsen.
1.1  1.2  1.3 1.4
1.1  Das klassische Motiv kurz vor dem Bahnübergang Sommerweg soll die Fotoserie einleiten. Zuglok ist, wie in der Regel, die moderne Schöma 5577/1998 vom Typ CHL 20G. Etwa an dieser Stelle werden die aus dem Moor kommenden Züge geteilt, da die Steilstrecke ins Werk sonst nicht bewerkstelligt werden könnte.
1.2  In der Gegenrichtung bespannt Schöma 5577/1998 hier einen leeren Zug auf dem Weg ins Moor. Mit einigem Schwung wird der nur durch Andreaskreuze gesicherte Bahnübergang Sommerweg passiert.
1.3  An Andreaskreuz und jungen Maispflanzen vorbei geht die Fahrt ins Moor.
1.4  Torfboden regt manche Pflanzen zu stattlichem Wuchs an. Dieses Grasbüschel wurde dabei schon länger nicht von einem Zug gestört.
1.5 1.6 1.7
1.5  Auf der Steilstrecke müht sich Schöma 5577/1998 mit acht beladenen Loren im Schritttempo ab.
1.6  Dieses Mal muss sie jedoch nicht die gesamte Steilstrecke befahren. Auf halber Höhe zweigt ein Stichgleis zu einer Torfmiete ab, die das Ziel der acht Loren ist.
1.7  Vorbei an der hohen, sauber gestapelten Torfmiete schiebt die Lok ihre Wagen zur Entladung.
1.8 1.9 1.10
1.8  Das Förderband ist ganz hinten, daher muss auch der Zug bis ans Ende der Stichgleises rangiert werden.
1.9  1.10  Eigentlich ist jedoch dieser Oldtimer an der Torfmiete beschäftigt: Schöma 323/1937 ist eine 16 PS-Lok und das Älteste, was das Torfwerk an Lokomotiven aufbieten kann. Vom harten Einsatz gezeichnet ist sie immer noch fit genug für Rangieraufgaben an der Torfmiete.
1.11 1.12 1.13
1.11  Hier steht die kleine und schmale Schöma vor den Torfloren. Hinten wird der Torf vom Förderband, dass auf zwei 600 mm GLeisen steht und von einem Traktor bewegt wird, auf die Miete befördert. Man bedenke, dass die sichtbare Wand aus Torfsoden von Hand gestapelt wurde!
1.12  Im Graben neben der Lok liegen einige Gleisjoche, mit denen die Fahrstrecke des Förderbandes erweitert werden kann.
1.13  Nochmals ein Blick auf Schöma 323/1937, die auf die letzte Lore wartet, um den Zug dann mit ordentlich Lärm die restliche Steigung ins Werk hinauf zu ziehen.
1.14 1.15 1.16
1.14  Zwischendurch ein paar Impressionen vom Fahrweg der Feldbahn: Diese Gleise sind nicht miteinander verschraubt und werden nur durch die Laschen einigermaßen in Position gehalten.
1.15  Eine Rückfallweiche, die mit einer einzelnen Feder auskommt, so lange nicht zu viel Torf darauf rieselt.
1.16  Die Steilstrecke erfordert eine "Notbremse", wenn sich Züge versehentlich bergab in Bewegung setzen sollten. Dazu verfügen mehrere Loren über beweglich  angebrachte Stahlhaken, die sich bei Rückwärtsfahrt zwischen den Schwellen und im Erdreich verhaken.
1.17 1.18 1.19
1.17  Dem Unterstellen der Loks dient diese halboffene Konstruktion mit zwei Gleisen. Die Schienen sind einfach auf das Verbundpflaster geschraubt worden.
1.18  Am Besuchstag ist nur Diema 2693/1964, eine DL 6, hier tagsüber abgestellt. Die anderen Maschinen müssen im Moor arbeiten.
1.19  Die geschlossene Entladestelle kann von zwei Y-förmig verlegten Stumpfgleisen erreicht werden, auf denen die beladenen Loren bereit stehen. Über das Gleis rechts neben der Halle werden sie in die Stumpfgleise geschoben.
1.20 1.21 1.22
1.20  Der Blick in die Gegenrichtung zeigt einige beladene Loren, aber keinen Betrieb.
1.21  2011 hätte man nicht geahnt, dass die abgestellte Schöma 786/1947, eine Lok vom Typ 20PS, später zur Elektrolok umgebaut werden würde, um ferngesteuert beladene Torfloren in die Entladung zu schieben.
1.22  Wie bei einer Reihe anderer Torfwerke gibt es auch bei gr. Holthaus & Fortmann ein regelspuriges Gleis. Per Culemeyer konnten so Güterwagen über die Straße hierher gebracht und auf dem Gleis zur Beladung abgesetzt werden. Diese Zeiten sind 2011 aber schon lange vorbei.
 
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