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Die 3. Generation: Als Dreiachser mit zwei Fahrwerken erhältlich (1957 - 1971)
 
Erfolgreichste Bauform der 3. Generation waren die dreiachsigen Stangenloks, die Henschel in fünf Leistungsklassen und mit zwei verschiedenen Fahrwerken anbot.
Loks mit außenliegender Blindwelle (Bezeichnung "Ca") und kürzerem Gesamtachsstand waren besser für enge Gleisbögen geeignet, die mit innenliegender Blindwelle (Bezeichnung "Ci") hatten einen längeren Achsstand und sollten sich besser für den Streckenverkehr eignen. Letztlich wurden aber nur vier Loks mit langem Achsstand gebaut, die darüber hinaus die einzigen mit 700 PS Leistung waren.
Wahrscheinlich 156 Loks wurden insgesamt über einen Zeitraum von 14 Jahren gebaut. Fast die Hälfte davon wurde direkt ins Ausland verkauft.
Typ Achsfolge Leistung Anzahl Bauzeit Lieferung
DH 360 Ca C 360 PS 18 1958 bis 1964 davon 15 in Deutschland und 3 ins Ausland verkauft
DH 440 Ca C 440 PS 28 1957 bis 1965 davon 16 in Deutschland und 12 ins Ausland verkauft
DH 500 Ca C 500 PS 89 1959 bis 1971 davon 32 in Deutschland und 57 ins Ausland verkauft
DH 600 Ca C 600 PS 17 1962 bis 1965 alle in Deutschland verkauft
DH 700 Ci C 700 PS 4 1960 bis 1962 alle in Deutschland verkauft

2026 sind die letzten aktiven "Überlebenden" dieser Maschinen im Saarland anzutreffen. Die Saar Rail GmbH verfügt noch über acht Loks, die gut gepflegt in den Stahlwerken Völklingen und Saarbrücken eingesetzt werden. Mehrere Maschinen haben bei Museumsbahnen und Eisenbahnmuseen ein Zuhause gefunden. In Italien und der Schweiz werden weitere Loks vornehmlich bei Gleisbaufirmen eingesetzt, wenn auch ihre Zahl immer geringer wird.

Fotos und Lebensläufe ausgewählter Henschel-Lokomotiven finden sie außerdem unter diesen Links:
Henschel Industrieloks Teil 1
Henschel Industrieloks Teil 2

Hinweis: Die hier genannten Standorte geben wieder, wo die Lok zum Aufnahmezeitpunkt gewesen ist. Der jeweils letzte bekannte Standort bzw. Eigentümer ist im Text genannt.
 
Chroniken von DH  Lokomotiven
Fabrik-Nr. 26565 / 1959
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status in Betrieb
Am 29.05.1959 wurde diese Lok an die Neunkirchener Eisenwerke AG im Saarland ausgeliefert und als Lok "54" in den Bestand eingereiht. Mit der Übernahme des Werks durch die Saarstahl AG erhielt die Lok die neue Betriebsnummer "63". 2009 wurde der Eisenbahnverkehr in das Tochterunternehmen Saar Rail GmbH ausgegliedert.
Am 22.09.2014 und am 27.12.2014 wurde sie beim Rangieren in Völklingen angetroffen.
Fabrik-Nr. 26586 / 1959
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status verschrottet 2020
Am 30.04.1959 wurde diese Lok an die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen ausgeliefert und dort als Lok "51" eingereiht. Sie machte alle Verkäufe und Umfirmierungen des Stahlwerks mit: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG. 2009 wurde der Eisenbahnverkehr in das Tochterunternehmen Saar Rail GmbH ausgegliedert. Die Lok wurde im Mai 2020 verschrottet.
Das Bild der Lok entstand am 05.06.2009 am Standort Saarbrücken-Burbach.
Fabrik-Nr. 26587 / 1959
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status in Betrieb
Am 30.04.1959 wurde auch diese Lok an die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen ausgeliefert und dort als Lok "52" eingereiht. Sie machte alle Verkäufe und Umfirmierungen des Stahlwerks mit: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG. 2009 wurde der Eisenbahnverkehr in das Tochterunternehmen Saar Rail GmbH ausgegliedert.
Das Bild der Lok entstand am 04.05.2012 am Standort Saarbrücken-Burbach.
Fabrik-Nr. 26750 / 1960
Typ DH 360 Ca
Bauart C-dh
Standort 86720 Nördlingen
Eigner Bayerisches Eisenbahnmuseum e.V.
Status rollfähige Museumslok
Henschel lieferte diese Lok am 21.10.1960 an die Dortmund-Hörder Hüttenunion (DHHU) in Dortmund aus. Sie erhielt dort die Nummer "131". Schon vor der Fusion mit der Westfalenhütte 1966 wurde die Maschine an die Isar-Amper-Werke AG verkauft und mit der Betriebsnummer "3" im Kraftwerk Zolling stationiert. Auch nach dem Verkauf des Kraftwerks an E.ON blieb die Maschine dort, ehe sie am 19.01.2003 an das Bayerische Eisenbahnmuseum e.V. in Nördlingen abgegeben wurde.
Dort wurde sie dem museumseigenen Eisenbahnverkehrsunternehmen BayernBahn Betriebsgesellschaft zugeordnet und als "350 001-4" bezeichnet. Bis zum Fristablauf kam die Lok gelegentlich im Güterverkehr zum Einsatz. Am 25.09.2011 wurde sie in Nördlingen aufgenommen (Bilder 1 bis 3) Gut erkennbar ist das schmale Führerhaus, das sie wegen des beengten Lichtraums im Hüttenwerk erhalten hatte.
Das vierte Bild zeigt die lok am 08.04.2018 in Nördlingen.
Fabrik-Nr. 29726 / 1959
Typ DH 440 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Initiative Völklinger Hütte e.V.
Status Denkmal
Am 29.05.1959 wurde diese Lok an die AG der Dillinger Hüttenwerke in Dillingen ausgeliefert und als "D V" bezeichnet. 2003 beendete sie ihre aktive Einsatzzeit und wurde als Denkmal in der Alten Völklinger Hütte, heute ein Weltkulturerbe der UNESCO, aufgestellt.
Das erste Bild zeigt sie am 30.08.2015, das zweite am 09.09.2021. Leider hat sich ihr Zustand in den sechs Jahren deutlich verschlechtert.
Fabrik-Nr. 29785 / 1960
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status in Betrieb
Am 04.05.1960 erhielten die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen diese Maschine, die als Lok "53" eingereiht wurde. Sie machte alle Verkäufe und Umfirmierungen des Stahlwerks mit: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG. 2009 wurde der Eisenbahnverkehr in das Tochterunternehmen Saar Rail GmbH ausgegliedert.
Das Bild der Lok entstand am 19.09.2008 am Standort Saarbrücken-Burbach.
Fabrik-Nr. 29786 / 1960
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66540 Neunkirchen
Eigner ARBED-Saarstahl GmbH
Status vermutlich verschrottet
Am 04.05.1960 erhielten die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen diese Maschine, die mit der Nummer "54" eingereiht wurde. Sie machte alle Verkäufe und Umfirmierungen des Stahlwerks mit: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH.
Im Gegensatz zu den meisten Schwesterloks des Unternehmens wurde sie jedoch schon früh abgestellt. Das Bild vom 21.04.1983 zeigt sie offenbar schon außer Dienst in Neunkirchen. Ob sie am 10.05.1989 noch zur Saarstahl kam, ist ungewiss.
Fabrik-Nr. 30020 / 1959
Typ DH 440 Ca
Bauart C-dh
Standort 31180 Groß Giesen
Eigner K + S GmbH
Status verschrottet
Am 29.12.1959 erfolgte die Lieferung dieser Lok an die Burbach Kaliwerke AG für das Werk Niedersachsen-Riedel in Wathlingen. Sie erhielt die Betriebnummer "1". 1970 wurde das Werk von Kali und Salz (K + S) übernommen, die in den Folgejahren mehrfach den Firmennamen angepassten und die Lok zwischenzeitlich auch mit der Nummer "2" versahen. Vor 1997 wurde die Lok an das Werk Siegfried-Giesen in Groß Giesen der Kali und Salz verlegt und dort als Lok "6" geführt.
1999 wurde sie ins Saarland verkauft, möglicherweise als Ersatzteilspender an die Saarstahl AG.
Das Bild zeigt die Lok beim Rangieren in Groß Giesen am 07.07.1997.
Fabrik-Nr. 30021 / 1959
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 47445 Moers-Meerbeck
Eigner Condea Chemie GmbH
Status unbekannt
Am 29.12.1959 erfolgte die Lieferung der Lok an das Steinkohlebergwerk Friedrich Heinrich AG in Kamp-Lintfort. Als Lok "11" wurde sie bis etwa 1967 eingesetzt, dann erfolgte die Umzeichnung in "1". Am 01.01.1970 wurden das Bergwerk und die Lok von der Ruhrkohle AG übernommen und die Maschine nunmehr mit der Betriebsnummer "V 121" versehen. 1990 wurde sie an die RWE-DEA Aktiengesellschaft für Mineralöl und Chemie in Moers-Meerbeck verkauft, wo sie unter der alten Betriebsnummer weiter eingesetzt wurde. Werk und Lok wurden 1996 von der Condea Chemie GmbH und im März 2001 von der Sasol Solvents GmbH übernommen.
Im März 2002 war die Lok dort noch vorhanden, im August 2003 nicht mehr. Ihr Verbleib ist unklar.
Das Foto entstand am 04.05.2000.
Fabrik-Nr. 30025 / 1962
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status in Betrieb
Am 06.08.1962 erhielten die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen diese Maschine, die als Lok "58" eingereiht wurde. Sie machte alle Verkäufe und Umfirmierungen des Stahlwerks mit: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG. 2009 wurde der Eisenbahnverkehr in das Tochterunternehmen Saar Rail GmbH ausgegliedert.
Die Bilder der sehr gepflegten Lok entstanden am 16.12.2009, am 10.05.2013 und am 27.04.2024 am Standort Völklingen.
Fabrik-Nr. 30026 / 1962
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status in Betrieb
Am 17.08.1962 erhielten die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen als weitere DH 500 Ca diese Maschine, die als Lok "59" eingereiht wurde. Sie machte alle Verkäufe und Umfirmierungen des Stahlwerks mit: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG. 2009 wurde der Eisenbahnverkehr in das Tochterunternehmen Saar Rail GmbH ausgegliedert.
Die Bilder der Lok entstanden am 02.04.2009 und am 16.09.2008 in Völklingen.
Fabrik-Nr. 30260 / 1960
Typ DH 440 Ca
Bauart C-dh
Standort 66763 Dillingen
Eigner AG der Dillinger Hüttenwerke
Status abgestellt
Die AG der Dillinger Hüttenwerke in Dillingen an der Saar erhielt diese Lok am 31.05.1960. Sie bekam die Nummer "D IX" und später "D 9".
Als sie am 02.09.2023 vor dem Hochofen in Dillingen fotografiert wurde, war sie nicht nur die letzte Stangenlok der Hüttenwerke, sondern auch die letzte in Deutschland eingesetzte Maschine der Bauart DH 440 Ca.
Fabrik-Nr. 30274 / 1961
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort Rjukan (Norwegen)
Eigner Norsk Industriarbeidermuseum
Status betriebsfähige Museumslok
Am 29.06.1961 wurde diese Lok aus einer Viererserie an die Norsk Hydro ASA mit Sitz in Oslo ausgeliefert. Mit der Nummer "19" wurde sie im Werk Eidanger-Herøya eingesetzt. 2003 erfolgte die Abstellung der Lok, die im selben Jahr an die Stiftelsen Rjukanbanen in Rjukan übergeben wurde. 2012 wurde aus der Stiftung das Norsk Industriarbeidermuseum gegründet.
Die Lok wird im Sommer auf der vom übrigen Streckennetz isolierten Museumsstrecke Mæl - Rjukan eingesetzt, die früher mit einer Eisenbahnfährverbindung über den Tinnsø-See Anschluss an das weitere Bahnnetz hatte.
Die Fotos der Maschine entstanden am 17.09.2017, 02.07.2021 und 26.06.2022.
Fabrik-Nr. 30321 / 1962
Typ DH 360 Ca (DH 500 Ca)
Bauart C-dh
Standort 45242 Essen
Eigner Hespertalbahn e.V.
Status betriebsfähige Museumslok
Die Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke AG in Dornap-Hahnenfurth (RWK) bekamen diese Lok am 19.10.1961. Sie wurde mit der Inventarnummer "535 229" geführt.
Ende der 1980er Jahre wurde sie nach einem Motorschaden abgestellt und einige Jahre später an die Westfälische Lokomotiv-Fabrik Karl Reuschling GmbH & Co. KG in Hattingen verkauft. Sie erhielt dort die Nummer "37" in zweiter besetzung, wurde aufgearbeitet und als Mietlok genutzt.
Am 02.12.2004 übernahm der Verein zur Erhaltung der Hespertalbahn e.V. aus Essen-Kupferdreh die Maschine und gab ihr die Nummer "V1". Da die Leistung für den Museumseinsatz etwas schwach war, wurde die Lok 2006 mit einem 500 PS Motor ausgestattet und entspricht seitdem dem Typ DH 500 Ca.
Seit dem 30.03.2008 firmiert der Verein unter dem Namen Hespertalbahn e.V. Die Lok ist unverändert vorhanden.
Fotografiert wurde sie am 16.04.2011.
Das Bild ist unter CC BY 3.0 Deed | Attribution 3.0 Unported | Creative Commons lizenziert.
Fabrik-Nr. 30326 / 1962
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 45527 Hattingen
Eigner LWL Industriemuseum Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Status abgestellte Museumslok
Die Ruhrstahl AG Henrichshütte in Hattingen erhielt diese Lok am 11.01.1962. Sie erhielt die Nummer "34". Viermal wurde das Werk in den Folgejahren verkauft bzw. neu firmiert:
1963 in Rheinstahl Hüttenwerke AG, Werk Ruhrstahl Henrichshütte
1972 in Rheinstahl Hüttenwerke GmbH, Werk Ruhrstahl Henrichshütte
1975 in Thyssen Henrichshütte AG
1988 in VSG Vereinigte Schmiedewerke GmbH
Dabei wurde die Lok im September 1979 in "52" umnummeriert.
Zu einem unbekannten Zeitpunkt in den 1990er Jahren übernahm das Westfälische Industriemusem (WIM) das stillgelegte Hüttenwerk und die Lok, um sie museal erlebbbar zu machen. Zu Beginn der 2000er Jahre wurden die Aktivitäten unter dem Dach des Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL) mit dem LWL-Industriemuseum – Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur zusammengefasst.
Das erste Bild wurde am 29.08.2011 aufgenommen, die anderen Aufnahmen sind vom 06.09.2024.
Das erste Bild ist unter CC BY 3.0 Deed | Attribution 3.0 Unported | Creative Commons lizenziert.
Fabrik-Nr. 30331 / 1962
Typ DH 700 Ci
Bauart C-dh
Standort 44625 Herne
Eigner Ruhrstickstoff AG
Status verschrottet
Eine von nur vier Loks des Typs DH 700 Ci war die 30331 von 1962. Diese Maschine wurde am 17.04.1962 an die Bergwerksgesellschaft Hibernia AG in Gladbeck ausgeliefert, wo sie die Nummer "2-700" bekam. 1966 wurde das Unternehmen zur Hibernia AG. 1969 wurde die Lok an das Tochterunternehmen Hibernia Chemie GmbH in Herne abgegeben, wo neben der bisherigen Nummer auch die Nummer "2" angebracht wurde.
Dieses Unternehmen wurde am 30.09.1970 zur VEBA Chemie AG, 1979 zur Chemische Werke Hüls AG, Werk II Herne und 1985 zur Ruhrstickstoff AG, Werk II Herne.
Anfang 1989 wurde die Lok an den Händler On Rail Gesellschaft für Eisenbahnausrüstung und Zubehör mbH mit Sitz in Mettmann verkauft, der sie im selben Jahr nach Dänemark an Det Danske Staelvalseverk A/S in Frederiksvaerk verkaufen konnte. Dort bekam sie die Nummer "283".
Irgendwann vor September 1996 wurde sie dort verschrottet.
Das Foto zeigt die Lok am 07.09.1986 auf einem Eisenbahnfest der DB in Herne.
Fabrik-Nr. 30388 / 1961
Typ DH 360 Ca (DH 500 Ca)
Bauart C-dh
Standort 94447 Plattling
Eigner MD Papier GmbH
Status betriebsfähige Museumslok
1961 wurde die Lok mit der Betriebsnummer "133" an die Dortmund-Hörder Hüttenunion geliefert. Nach der Fusion mit der Westfalenhütte und der Entstehung der Hoesch Hüttenwerke 1966 erhielt sie die Nummer "502". 1980 fusionierte die Hoesch-Werkbahn mit der städtischen Hafenbahn Dortmund zur Dortmunder Eisenbahn, wobei die Lok ihre Nummer behielt.
1987 kam sie über den Händler NEWAG zur MD Papier GmbH ins Werk Plattling und erhielt die Nummer "3". Im Oktober 2002 wurde der Verkehr mit eigenen Loks eingestellt, die mittlerweile mit "1" bezeichnete Maschine wurde abgestellt und gelangte zur Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) nach Ampflwang.
Das von der Serie abweichende schmale Führerhaus war wegen der Profileinschränkungen im Stahlwerk nötig. In den 1960er Jahren wurde die Leistung der Lok durch einen Turbolader auf 500 PS gesteigert.
Lok "1" der MD Papierfabrik Plattling wurde im September 2000 fotografiert, während das zweite Bild am 31.07.2013 im Lokpark Ampflwang der ÖGEG entstand.
Fabrik-Nr. 30499 / 1962
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 44879 Bochum-Dahlhausen
Eigner Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum (SMB)
Status rollfähige Museumslok
Am 12.11.1962 wurde diese Lok an die Adam Opel AG für das Werk in Bochum ausgeliefert, wo sie die Nummer "5" erhielt. Später erhielt sie die Nummer "V 28-105".
Als das Bochumer Werk geschlossen wurde, konnte die Lok von der Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum in Bochum-Dahlhausen übernommen werden. Im dortigen Museum wurde sie am 19.09.2015 fotografiert.
Das Bild ist unter Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International lizenziert.
Fabrik-Nr. 30707 / 1964
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort IT 37060 Verona-Sona
Eigner DUSS Italia S.r.l.
Status unbekannt
Am 13.09.1964 wurde diese Lokomotive an das spanische Eisenbahnunternehmen Compañía del Ferro-carril de Langreo en Asturias in Gijon ausgeliefert, wo sie die Nummer "504" erhielt. Die Spurweite betrug 1438 mm, also weder europäische Normalspur noch iberische Breitspur. 1972 wurde das Unternehmen in die Ferrocarriles Españoles de Vía Estrecho (FEVE) integriert und die Strecke 1983/1984 auf Meterspur umgebaut.
Wahrscheinlich wurde die Lok zu diesem Zeitpunkt außer Dienst gestellt und nach Italien verkauft. Erst 2007 ist aber die DUSS Italia S.r.l. in Verona-Sona als Eigentümer nachgewiesen. 2018 wurde die Lok im Rahmen einer Versteigerung an Unbekannt verkauft.
Die Aufnahmen zeigen die Maschine 2018 unmittelbar vor der Versteigerung.
Fabrik-Nr. 31226 / 1967
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status in Betrieb
Am 02.11.1967 erhielten die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH diese Lok, die die Betriebsnummer "60" erhielt. In den Folgejahren erlebte sie durch den Verkauf bzw. die Umfirmierung des Unternehmens mehrere Eigentümerbezeichnungen: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG. 2009 wurde schließlich der Eisenbahnbetrieb in die Saar Rail GmbH ausgegliedert.
Am 30.08.2015 rangiert die Lok neben der Alten Völklinger Hütte. Auf dem zweiten Bild vom 29.10.2018 hat die Lok mittlerweile LED-Scheinwerfer bekommen. Am 22.04.2024 zeigt sich im aktuellen gelben Farbschema der Saarrail.
Fabrik-Nr. 31227 / 1967
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Metallurgische Gesellschaft Saar mbH
Status in Betrieb
Am 02.11.1967 wurde diese Maschine an die Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke GmbH in Völklingen ausgeliefert, wo sie die Nummer "61" erhielt. In den Folgejahren wurde das Stahlwerk mehrfach verkauft und neu getauft: Am 01.01.1971 Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH, im Juni 1982 ARBED-Saarstahl GmbH, im Juni 1986 Saarstahl Völklingen GmbH und am 10.05.1989 schließlich Saarstahl AG.
2001 wurde die Lokomotive in das Eigentum der Firma Metallurgische Gesellschaft Saar mbH in Völklingen eingebracht, ein Tochterunternehmen der Saarstahl AG.
Sie bekam das nicht lange verwendete graue Farbschema aller Eisenbahnen im Verbund der Saarstahl AG.
Die Bilder wurden am 09.09.2021 aufgenommen.
Fabrik-Nr. 31311 / 1969
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 49497 Mettingen
Eigner concert-logistics uniral GmbH
Status in Betrieb
Am 27.05.1969 erfolgte die Auslieferung der Lokomotive an die Rheinischen Kalkwerke GmbH & Co. KG in Wülfrath-Flandersbach, wo die Lok die Nummer "7" erhielt. 1996 wurde sie an die Dolomitwerke GmbH in Hagen-Halden verkauft, wo die Betriebsnummer beibehalten wurde. 1999 wurde das Unternehmen in Rheinkalk GmbH umbenannt. Die Lok wurde später ins Werk Wülfrath-Flandersbach versetzt, das nun ebenfalls zu Rheinkalk gehörte und kam am 14.03.2020 noch ins Werk Hönnetal in Lendringsen.
Am 12.08.2020 übernahm die Firma P&O Rail - eine Marke der concert-logistics GmbH aus Mettingen die Maschine und gab ihr die Nummer "1". Am 02.02.2021 erfolgte die Umbenennung in concert-logistics P&O Rail GmbH und am 31.05.2021 eine weitere in concert-logistics uniral GmbH.
Die erste Aufnahme zeigt die Lok bei einem Mieteinsatz bei den Stadtwerken Essen AG im Stadthafen Essen am 03.09.2020, die weiteren Fotos zeigen sie nach Abschluss einer Hauptuntersuchung am 03.07.2022 im Hafen Osnabrück.
Fabrik-Nr. 31620 / 1970
Typ DH 500 Ca
Bauart C-dh
Standort 66333 Völklingen
Eigner Saar Rail GmbH
Status in Betrieb
Henschels letzte gebaute Stangendiesellok ging am 01.01.1971 an die Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH in Völklingen, wo sie die Betriebsnummer "62" erhielt. Diverse Vekäufe und Umfirmierungen des Werkes machte die Lok ebenfalls mit, ehe am 10.05.1989 die Saarstahl AG entstand. 2009 wurde der Bahnverkehr in die Tochtergesellschaft Saar Rail GmbH ausgegliedert.
Die Bilder wurden am 20.04.1983, am 29.03.2012, am 17.12.2016 und am 02.09.2023 alle in Völklingen aufgenommen.
 
Henschel-Datenblatt von zwei- und dreiachsigen Loks 3. Generation
Oben die DH 360 B, DH 360 Ca und DH 360 Ci, darunter die Versionen DH 500 B, DH 500 Ca und DH 500 Ci. Nicht alle Versionen wurden tatsächlich auch gebaut.


 
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